Die schwarze Kunst - Von Bleisatz und Buchdruck

Von Bleisatz und Buchdruck

Winkelhaken und Setzkasten

Buchdruck (Letterpress)

Der klassische Buchdruck ist ein Hochdruckverfahren, bei dem die zu druckenden Stellen der Druckform (Bleisatz, Klischee, Holzschnitt, Linolschnitt) höher liegen als die nicht druckenden. Die erhöhten Teile der Druckform werden von den Farbwalzen der Druckpresse eingefärbt und die Farbe dann mit hohem Anpressdruck in das Papier gedrückt. Durch das Einpressen entstehen auf der Papierrückseite leichte reliefartige Vertiefungen. Diese Schattierung ist ein typisches Erkennungsmerkmal des Buchdrucks.

Heute, im Zeitalter digitaler Drucktechniken, wird der auch als Schwarze Kunst oder Letterpress bezeichnete Buchdruck kaum noch angewendet. Alte Tiegeldruckpressen werden aber noch zum Prägen, Stanzen, Rillen, Perforieren und Nummerieren eingesetzt.

Traditionelle handwerkliche Gestaltung für den Buchdruck
Gerne gestalte ich für Sie individuelle Drucksachen (Visitenkarten, Briefpapier, Umschläge, Einladungskarten, Exlibris) im traditionellen Bleisatz und künstlerischen Linolschnitt für den Druck auf erlesenen Papieren am Heidelberger-Tiegel oder für das seit einiger Zeit beliebte Letterpress-Druckverfahren. Dabei wird mit stabilen Druckplatten und besonders hohem Anpressdruck auf sehr weiche und dicke Baumwollpapiere gedruckt. Die Drucke erhalten dadurch größere reliefartige Vertiefungen.

Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert,
und mehr als das Blei in der Flinte das Blei im Setzkasten.“
Georg Christoph Lichtenberg (1742—1799)
Deutscher Naturwissenschaftler, Schriftsteller und Philosoph

Surftipps

Hochdruckverfahren — Wikipedia
Buchdruck — Wikipedia
Bleisatz — Wikipedia
Tiegeldruckpresse — Wikipedia
Druckersprache — Wikipedia
Gutenberg-Museum Mainz
Museum für Druckkunst Leipzig

Weitere Links zum Thema finden Sie auf der Seite
Druckkunst / Papiermacherkunst / Buchbindekunst
des von mir editierten Webverzeichnisses Kunstfinder — Eine Linkauswahl zu Kunst und Kultur.